pro Wild

Seit Kurzem steht eine Online-Petition gegen die Jagdrechtsänderung in Rheinland-Pfalz (nicht NRW !!!) zur Verfügung.

Sicherlich wird unser NRW-Umweltminister Herr Remmel sorgfältig zuschauen, was der grüne Kollege in RLP versucht umzusetzen.

 

Von daher möchten wir auf die Internetseite www.prowild-rlp.de sowie auf einen Kommentar von unserem neuen Hegering-Mitglied Ralf Huckriede hinweisen.

 

Kommentar

 

Das Schweigen im Walde

 

In vielen Bundesländern obliegt das Jagdrecht einem grünen Minister. Egal ob ehedem im Saarland, in Nordrhein-Westfalen oder aktuell in Rheinland-Pfalz: Änderungen im Jagdrecht zählen zum guten Ton in grünen Ministerien. Dabei kennt die Politik derzeit nur eine Richtung im Reformeifer – Bewährtes muss weichen, Einschränkungen und Verbote im Namen eines angeblichen Tier- und Naturschutzes sind angesagt. Dabei handeln viele Verantwortliche aus eigenem ideologischen Antrieb, andere sind in der persönlichen jagdlichen Unkenntnis nur Spielball von Lobbyverbänden.

 

Erkennbar ist, dass jeder Landesminister in „seiner“ Novelle den Kollegen aus Nachbar-Bundesländern noch toppen will und auf dessen Gesetzesinitiative noch eins draufsatteln will. Heute sind es Fallenjagd und Rotwildbezirke, morgen die Jagd auf Raubwild und Hasen. Und übermorgen? Eine Spirale, deren Ende noch nicht absehbar ist….

 

Diesem munteren Treiben ist leider nicht mit der Faust in der Tasche oder großem Gezeter im internen Jäger(Stammtisch)kreis beizukommen. Und solange sich grüne Politiker auf das waidmännische Schweigen im Walde verlassen können, warum sollten Sie dann das eigene Klientel vergrämen und sich in der Knebelung von Jagd und Jägern zurückhalten?

 

Als Jäger haben wir zwar die besseren Argumente auf unserer Seite, aber man hört sie nicht. Und solange wir nur im stillen Kämmerlein unser Schicksal beweinen, wird sich daran auch nichts ändern.

 

Dabei ist vieles möglich, denn die Erfahrung lehrt: die Vorhaben und Pläne der Politiker sind – im Großen wie im Kleinen - nicht in Stein gemeißelt. Das zeigen aktuelle Beispiele wie die Gewerbegebiete in Rösrath-Lembach und Herkenrath-Voislöhe, die Deponie in Overath-Untereschbach oder der Kletterpark Diepeschrath. Hier haben sich Betroffene gewehrt, Flagge gezeigt – und Erfolg gehabt!

 

Diese Beispiele sollten uns Mut machen.

 

Ralf Huckriede