Kraniche - Vögel des Glücks

Wer die letzten Tage draußen Augen und vor allem Ohren offen gehalten hat, der konnte hunderte, wenn nicht tausende ziehender Kraniche sehen und hören. Der Kranich ist mit etwa 1,20 Meter deutlich größer als z.B.  der Storch oder der Graureiher. Ziehende Kraniche kann man an dem ausgestreckten Hals und den nach hinten gestreckten Beinen erkennen; zudem ziehen sie meist in der typischen V-Formation. Meist hört man die trompetenden Glücksvögel lange bevor man sie am Himmel erkennen kann.

 

Hier geht es zum Video "Kranichzug": https://vimeo.com/144297700

 

Kranichflug

Sie ziehen wieder

Kraniche können bis zu 40 Jahre alt werden, obwohl in freier Natur die tatsächliche Lebenserwartung deutlich darunter liegt. Hochspannungsleitungen und Windkraftanlagen, aber auch Fuchs, Waschbär und Marderhund lassen die Sterblichkeit dieser wunderschönen Vögel deutlich hochschnellen. Hier kann der Jäger durch eine nachhaltige Prädatorenkontrolle mit Flinte und Falle viele Kraniche, vor allem Jungtiere, retten.

Kranich

Die Rast vor der Reise

Kraniche brüten im Nordosten Europas und in Nordasien. In Deutschland liegt die derzeitige Grenze der Brutareale etwa an der Weser. Besonders zahlreich kommen Kraniche in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern vor. Dort sammeln sie sich im Herbst auch in Gruppen zu zigtausend Tieren, um für den Weiterflug in die Überwinterungsgebiete im Frankreich, Nordafrika und vor allem Spanien Kraft zu tanken.