Baum des Jahres 2022

Die Rotbuche wurde zum Baum des Jahres 2022 gewählt.

 

Die Dr. Silvius Wodarz Stiftung hat den Baum bereits zum zweiten mal gekürt. Mit der Wahl zum Baum des Jahres soll die große Bedeutung der Rotbuche für den Klimawandel hervorgehoben werden. Auch wenn sich in den letzten Jahren herausstellte, dass auch die Buche unter extremer Trockenheit leidet, gilt sie nach wie vor als ein Hoffnungsträger im klimaresistenten Wald der Zukunft.

 

Ob und wie gut sich die Buche auf den Klimawandel einstellt, ist derzeit Gegenstand diverser Forschungen.

 

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Die Rotbuche als Baum des Jahres 2022  

Die Rotbuche ist in unseren Wäldern der wohl häufigste Laubbaum. Anders als der Name vermuten lässt, ist das Laub der Rotbuche keineswegs rot. Es gibt zwar Buchen mit roten Blättern, aber dabei handelt es sich um Blutbuchen. Sie ist wegen der dekorativen Wirkung oft in Parks zu finden. Die dritte Buche im Bunde ist die Hainbuche. Wie der Name hier aber zurecht vermuten lässt, ist die Hainbuche der klassische Heckenbaum.


Alte Buchen mit der typischen glatten Rinde

Die Buche hat eine hohe forstwirtschaftliche Bedeutung. Ihr Holz ist in der Möbel- und Furnierindustrie sehr beliebt, aber auch als klimaneutraler Brennstoff wird es gerne verwendet.

 

Die Früchte der Rotbuche, die Bucheckern, sind bei vielen Wildtieren eine beliebte Ergänzung des Speisezettels. Viele Vögel und Mäuse, aber auch Wild - insbesondere Wildschweine - sind ganz heiß auf die Eckern. Eine alte Buche bringt es in Mastjahren auf 15 kg Bucheckern. Das sind dann immerhin mehr als 1,5 t pro Hektar Buchenwald.

 

Wissenschaftler haben festgestellt, dass fast 7.000 Tierarten in und an Buchen zu finden sind. Das unterstreicht auch ihre große ökologische Bedeutung. Die 800.000 Blätter (ich habe sie mehrfach abgezählt) binden Staub sowie CO2 und produzieren Sauerstoff.

 

Weniger bekannt ist die Nutzung der Blätter als Salatpflanze, Kaffeeersatz oder im Rahmen der Naturheilkunde.